Tourtagebuch

Frankfurt

Presseempfang beim „weißen Raben“

 

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat so ziemlich als einziges Institut dieser Art die Finanzkrise bisher ohne Staatsknete bewältigt. In der Fachpresse erntete sie darob Lob und Anerkennung. Natürlich freut das den Vorstand und so lädt er einmal die Jahr die Wirtschaftsprese zu einem Empfang ein, um sich gemeinsam mit der schreibenden Zunft über sein Wohlergehen zu freuen. Gestern traf man sich mal wieder im „Druckwasserwerk“, einer brandneuen und demnächst ganz sicher ultimativ angesagter „location“ – und wir durften dabei sein. Toll! Außer uns wuselte ein halbes Regiment KünstlerInnen, Techniker, Servicekräfte und Bankangestellte herum, damit alles „perfekt“ ablief. Alle im dezenten Schwarz oder Grau gewandet, so daß wir es wieder mal schafften, den dress-code zu unterbieten. Einer muss es ja tun! Aber auch sonst war es ein recht interessanter Abend.


Der Frankfurter Westhafen war lange Zeit ein Quartier, in dem öl- und rußverschmierte Handarbeit dominierte. Zwischenzeitlich hat es sich in ein stylisches Yuppie-Soziotop verwandelt, sozusagen die „Londoner Docklands“ für Arme.


Im 1899 erbauten Druckwasserwerk lieferten zwei Hochdruckdampfpumpen hydraulische Kraft um Ladekräne, Lastenaufzüge, Schiebebühnen zu betreiben. Jetzt ist es ein sehr schönes Restaurant geworden. Dienstleistungsrevolution – kein leeres Wort in Frankfurt am Main.


Öffentlich kontrolliertes Großkapital. Die Helaba gehört uns allen. Also: Im Namen des Volkes: „Guten Appetit“.

 

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