Der „Wartbaum an der Hohen Strasse bei Windecken“, wie er bei Google-Maps genannt wird, wurde im Jahr 1600 gepflanzt und steht noch heute auf einer malerischen Anhöhe quasi am Tor zur Wetterau. Es ist ein sehr beeindruckender Baum an einem sehr beeindruckenden Platz. Man kann sich dem Zauber dieses Ortes nur entziehen, wenn man blind, blöd oder bekloppt ist. Seit nun mehr 46 Jahren feiert die Sängervereinigung Windecken am „Vatertag“ hier oben ein Fest und das ist eine prima Idee, denn es ist hier „für uns gut sein“, wie es Lukas 9,33 heißt. Ich war mit Clajo schon ein paar Mal eingeladen worden, unser Programm im Rahmen des Festes zu spielen, nun war ich zum ersten mal allein dort. Die Vereinsleute hatten dieses mal mit dem beschissenen Wetter zu kämpfen (naß, kalt und dann wieder naß), aber sie haben tapfer durch gehalten. Der Kabarettabend war gut besucht und stimmungsmäßig ein Großereignis. Selten habe ich vor vergnügteren Leuten spielen dürfen und wir hatten alle einen echt schönen Abend miteinander. Erfreulich war auch, dass ich wieder mal liebe Genossen aus grauer Vorzeit begrüßen konnte (Otto, Peter, Rommy). Sehr fröhlich bin ich heimgefahren mit einem dankbaren Herzen. Was wäre unsere Gesellschaft, wenn es nicht solche Zeltaufbauer*innen, Bänkeschlepper*innen, Getränkeausschenker*innen und Eintrittskartenabreißer*innen wie die sympathischen Leute von der Sängervereinigung gäbe? Arm!