Babenhausen

Das war aber mal ein echtes Heimspiel, meine Güte! Der Handballverein SG Rot-Weiss hatte mich eingeladen und ich bin für eine Freundschaftsgage in der Mensa der Gesamtschule aufgetreten, weil ich mich verwandschaftlich bedingt den Handballer*innen verbunden fühle. Die Karten gingen reißend schnell unters Volk und ich hatte es schon geahnt, aber als es dann doch so war, musste ich mal durchschnaufen: Im Publikum saßen zu 90% Leute, die ich entweder getauft, konfirmiert oder verheiratet hatte, und/oder in meiner Nachbarschaft wohnen, und/oder mir täglich beim Einkaufen begegnen! Wie oft spielt man vor einem Publikum dass man fast vollständig mit Vornamen begrüßen könnte? Das ist einerseits natürlich schön (Danke, liebe Babenhäsuser*innen!), andererseits erhöht es aber auch den Druck, weil man sich im Zweifelsfall lieber im Ausland blamiert als zu Hause. Gott sei Dank ist „Kettensegen im Greissaal“ aber mittlerweile ein richtig starkes Programm geworden und ich konnte mich so vor die Leute trauen. Gertrud unterstützte mich mit zwei Liedern auf der Geige und mit Gesang und so wurde es ein richtig, schöner, runder und am Ende ordentlich beifallsumtoster Abend. Glück muß der Mensch haben!