Die Welt & ich

21.12.25

Am Nikolaustag ist mein Freund Peter gestorben. Er war mein ältester Freund, ich war 54 Jahre lang mit ihm eng verbunden. Wir waren zusammen in der evangelischen Jugend, wir haben Freizeiten und Fortbildungen organisiert, ein selbstverwaltetes Jugendzentrum mit aufgebaut, eine Jugendzeitung herausgegeben, einen Weltladen und einen Filmclub betrieben. Und ganz häufig haben wir Pommes Frites zusammen gegessen und Äbbelwoi getrunken.

Angetrieben waren wir von Bildern hungernder Kinder in der „3.Welt“, von Berichten über die Verbrechen des Nationalsozialismus und Nachrichten aus diversen Kriegsschauplätzen. Wir spürten tief in uns die Verpflichtung „dagegen etwas zu unternehmen“. Unser Leben lang waren wir in der Opposition zu den bestehenden Verhältnissen und meistens waren die Verhältnisse stärker als wir. Im Film „Der Stadtneurotiker“ gibt es eine Szene in der Woody Allen anlässlich einer Trennung seine Sachen sortiert und alle Polit-Anstecker durchgeht, die er seit Lebens getragen hat und dann lakonisch fest stellt: „Wer gewinnen wollte, brauchte nur mich als Gegner“. So ähnlich erging es uns auch. Ziemlich alles wogegen wir demonstriert haben wurde am Ende doch gebaut, stationiert oder eingeführt. Peter war sein ganzes Leben lang in der Opposition. Am Schluss ist er sogar nochmal in die Linkspartei eingetreten, weil er einen ausgeprägt störrischen Gerechtigkeitssinn hatte und Sarah Wagenknecht endlich weg und Heidi Reichinnek auf einmal da war.

Mein Leben lang verfolgt mich der saudumme Satz: „Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es mit 40 immer noch ist hat keinen Verstand.“ Weltverbesserei ist demzufolge so etwas wie eine vorübergehende Jugendsünde und allen Idealismus über Bord zu werfen die Folge eines Reifungsprozesses. Wie ich diesen Mist hasse! Als ob keine Kinder mehr verhungern würden, der Faschismus und der Krieg aufhören würden fürchterlich zu sein, nur weil wir fett, faul und bequem werden! Ähnlich schrecklich finde ich Sätze wie: „Die Menschen werden sich nie ändern“ oder: „Krieg wird es immer geben.“ Das sind Karfreitagskapitulationsparolen. Sie führen ins Verderben. Gott sei Dank wurde uns in unseren Elternhäusern, im Kindergottesdienst, im Religionsunterricht, im Konfirmandenunterricht und in der Jugendarbeit Osterhoffnung eingepflanzt. Sie führt zum Leben und wir haben immer daran geglaubt: „Eine andere Welt ist möglich“.

Peter war da unerschütterlich. Er hatte eben ein Herz und zwar ein ziemlich Großes. Und er hatte Verstand und zwar eine ganz ordentliche Portion davon. In unserer Jugendzeit war er unser geheimer Organisationschef, dann hauptberuflicher Kirchenjugendarbeiter und später scharfsinniger Amtsrichter mit ausgeprägter Knobellust. Er war ein Teamplayer und kein machtgeiler Macker und er hat eine Menge bewegt ohne groß Wind darum zu machen. Sein Sohn Philipp schreibt im Nachruf auf seinen Vater: „Mein Vater …ist mein Vorbild….eine absolute Festung der Integrität mit einem scharfen Sinn für Gerechtigkeit….ich bin der Überzeugung, dass wenn auch nur ein kleiner Teil unserer Gesellschaft einen ähnlichen Wertekompass hätten, wir in einer besseren Welt leben würden.“

Nikolaus, der Bischof in Myra war so etwas wie der Sozialist im Heiligenkalender. Er hat Hungernde auf wundersame Weise (Umverteilung!) mit Getreide versorgt und die Töchter des armen Kaufmanns vor der Sklaverei im Bordell bewahrt, unsere Kinder bekommen im Kindergarten die Geschichte von St. Martin erzählt, der dem frierenden Bettler keinen Vortrag über Eigenverantwortung und drohende Bürgergeldsanktionen gehalten, sondern seinen Mantel mit ihm geteilt hat. Warum? Ganz einfach: Es war kalt, er hatte einen Mantel und der Bettler hatte keinen. Das ist keine komplizierte Theologie. Das ist Mensch-Sein. Elon Musk würde das wahrscheinlich als „kommunistisch“ bezeichnen. Bertolt Brecht hat den Kommunismus bezeichnet als das „Einfache, das schwer zu machen ist.“

Mit der Schwere dieser Aufgabe haben wir uns unser Leben lang herumgeschlagen. Sehr erfolgreich waren wir dabei nicht, aber nicht alles war für die Katz wie Philipps Nachruf zeigt. Nach Peters Beisetzung saßen einige von uns alten Kumpels im Café und haben von den alten Zeiten geredet.
Es war schön und traurig und dann wieder schön. Und auch ein bisschen lustig. Wir erinnerten uns daran, dass sie uns zugerufen hatten: „Geht erst mal was schaffe“, als wir noch dünner waren und sehr viel längere Haare hatten. Und siehe da: Nach bürgerlichen Maßstäben ist aus uns allen „etwas geworden“: Lehrer*innen, Ärzt*innen, Jurist*innen, Pfarrer*innen, Sozialpädagog*innen, Kommunalpolitiker*innen, Umweltschützer*innen, Gewerkschaftsmitglieder – so gut wie alle verheiratet (manche mehrfach), Mütter & Väter und zwischenzeitlich auch Omas & Opas, Steuerzahler*innen, Häuslebauer*innen –  nicht nur Opposition, sondern auch ins System integriert.

Wie sollte es auch anders sein? Es gibt nun mal „kein richtiges Leben im Falschen“. Aber: sich zu arrangieren heißt nicht zwangsläufig sich aufzugeben. Wir sind gezwungen gewesen im Laufe unseres Lebens Kompromisse einzugehen, das heißt aber nicht, dass wir deshalb unsere Träume aufgegeben haben. Peter hat es nicht getan und ich werde es auch niemals tun. Nimm das, Realität!

Wir ehemals Jungen und heute Alten treffen uns nicht nur bei Beerdigungen, sondern auch auf Kirchentagen, 1.Mai-Demos, „Fridays for Future“- Kundgebungen und hoffentlich bald beim „D-Day“, dem „Deppen-Weg-Tag“, also wenn die Welt ohne Trump, ohne Putin, ohne XYZ (bitte Depp deiner Wahl hier einsetzen) zu einem besseren Ort geworden ist.

Peter guckt dann von oben zu. Ich weiß, dass er dort ist. In Nicaragua rufen sie bei Beerdigungen immer den Namen des Verstorbenen und schleudern dann ein trotziges „Presente!“ hinterher. Peter ist am Nikolaustag 2025 gestorben. Für mich nicht.

7.10.25

Die Ermordung von Charlie Kirk hat der MAGA-Bewegung in den USA ihren „Horst-Wessel“-Moment beschert: Ein Märtyrer wird in Szene gesetzt und Millionen Gutgläubige bekommen feuchte Augen, wenn sie sich singend an ihn erinnern. Im Zweiten Weltkrieg besangen sowjetischen Partisanen ihre Genossin Soja Kosmodemjanskaja, die – gerade einmal 18 Jahre alt – von der Wehrmacht erhängt worden ist und in jeder katholischen Basilika sind Reliquien von Heiligen zu finden, die den Märtyrertod gestorben sind.

Es stiftet Gemeinschaft, sich auf die zu berufen, die vorangegangen sind und sich „für die gute Sache“ geopfert haben. Beim Trauergottesdienst für Charlie Kirk waren 90.000 Menschen über Stunden in einem Sportstadion versammelt und viele waren aufrichtig ergriffen, haben geweint und ganz tief in sich das Gefühl gehabt, bei einer schicksalhaft wichtigen Sache dabei zu sein. So wie es mein Vater sicher auch gefühlt hat, als er auf dem Reichsparteitag in Nürnberg gewesen ist. Oder wie es mir erging als ich 1978 auf dem „Festival der Jugend“ in Dortmund mit vielen tausend Anderen die Freilassung des chilenischen KP-Führers Luis Corvalan beklatscht habe, der gegen den sowjetischen Dissidenten Wladimir Bukowski ausgetauscht worden war.

Bewegung braucht Schwung. Und wie schön ist es, Teil einer Bewegung zu sein, die im Aufschwung ist! Mir werden die Demonstrationen gegen die Startbahn-West und die der Friedensbewegung der 80er Jahre für immer unvergesslich sein. Mit 100.000 Leuten durch Wiesbaden zu laufen oder mit 400.000 im Bonner Hofgarten zu stehen, das war toll. Wie stark haben wir uns damals gefühlt! In meinem ganzen politischen Leben hatte ich vorher und nachher nie wieder das Gefühl an etwas beteiligt zu sein, das die Gegenseite derart ins Schwitzen bringt. Nun habe ich Erfahrung mit dem Abschwung machen müssen und die anderen sind im Aufschwung. Und mit den „Anderen“ meine ich leider nicht die CDU oder eine Helmut-Schmidt-SPD wie damals vor 40 Jahren, ich meine damit Faschist*innen jeder Couleur. Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal bei Wahlen der CDU die Daumen drücken würde, damit nicht ein AfD’ler das Rennen macht. Aber so weit ist es mit uns gekommen. Und das ist nur sehr schwer zu ertragen. Abschwung fühlt sich wirklich besch…..en an!

Ich bin seit meiner Konfirmation, also nun schon 54 Jahre, ein politisch denkender Mensch. Und schon damals mussten wir diese Typen ertragen, die uns erzählt haben, dass man „mal wieder sooo einen kleine Hitler“ brauchen würde, damit in Deutschland aufgeräumt werden kann. Dabei haben sie die Hand gehoben und 5 cm zwischen Daumen und Zeigefinger gelassen, um die Größe des Gröfaz zu beschreiben. Es waren Zeiten wo sie Italiener als „Spaghettifresser“ beschimpft und eine Pizza als „Mafiatorte“ bezeichnet haben. Willy Brandt wollten sie an die Wand stellen und die „Oder-Neiße-Linie“ niemals als Grenze anerkennen. Es waren verdruckste Außenseiter, die nur mit ordentlich Alkohol in der Birne ihren verquasten Mist von sich gegeben haben, armselige Typen, vor denen man sich  nicht wirklich fürchtete, die man insgeheim manchmal sogar ein bisschen bedauert hat. Die Parteitage der NPD waren traurige Treffen von rotgesichtigen Lodenmantelträgern, die lächerliche Phrasen abgesondert haben. Und dennoch haben sie 1969 mit 4,3 % trotz all diesem Dünnpfiff den Einzug in den Bundestag nur knapp verpasst.

Es ist ja schon seit Jahrzehnten so: Mindestens 10% der Deutschen sind vollkommen überzeugte Faschisten und weitere 20% treiben sich im Graubereich zwischen offenen Nazis und besoffenen Bierzelt-CSU’lern herum. In anderen Ländern ist das auch nicht viel anders. Im Vergleich kommen wir hier manchmal sogar etwas besser weg als z.B. in Ungarn, Italien, Frankreich usw. weil die Hitlerei vor allem in der Zeit nach 1968 vielen Deutschen doch ziemlich suspekt geworden ist. Es war längere Zeit irgendwie uncool, sich offen als Nazi zu outen. Und so haben diverse Fascho-Parteien wie die DVU, die REP’s, die Schill-Partei und wie sie alle hießen immer nur kurzfristige Erregungs-Blasen produzieren können. Manchmal kamen sie sogar in einzelne Länderparlamente, aber man konnte sich eigentlich immer darauf verlassen, dass sie sich nach einer gewissen Zeit selbst zerlegt und wieder verzwergt haben, weil ihre Anführer untereinander selbstzerstörerische Ego-Kämpfe ausgetragen haben. Es waren in der Regel minderbegabte, narzisstisch gestörte Wichtigtuer, die nicht das Zeug für echte Führung hatten. Bei diesen aufgeblasenen Windbeuteln und Wirtshausstrategen war nicht viel dahinter und man hat sich oft genug gegenseitig ausgeschlossen, vor Gericht gezerrt und aufeinander eingeprügelt. Manchmal war das sogar ein bisschen lustig von der Seitenlinie aus zu beobachten wie die Herrenmenschlein sich wechselseitig durch den Kakao gezogen haben.

Nun sind aber andere Zeiten angebrochen. Im Fall der AfD haben wir es mit einem Player zu tun, der zwar ähnlich grenzdebile Leuten im Personaltableau und auch schon diverse Personalkräche und Häutungsprozesse hinter sich hat, der aber daran bisher nicht zerbrochen sondern im Gegenteil zur Zeit scheinbar unaufhaltsam im Aufwind begriffen ist. Ein ernstes Problem! Die wildgewordenen neoliberalen VWL-Professoren und „Männer der Wirtschaft“, die mit der AfD eine Art Wiederbelebung des nationalliberalen Flügels der FDP betreiben wollten sind längst abserviert und flennen jetzt herum: „Es macht mir Kummer, dass ich mitgeholfen habe, ein richtiges Monster zu erschaffen“, so Ex-IBM-Boss Hans-Olaf Henkel. Sogar Frauke Petry, die Jeanne D’Arc des Neo-Faschismus im Business-Kostüm wurde abserviert und durch die noch fürchterlichere Alice Weidel ersetzt.

Die AfD hat etwas geschafft, was keines ihrer Vorgänger-Projekte erreicht hat: Sie ist eine stabile Plattform für alle bis dato erfolglosen Indoor-Nazis und Klemm-Faschisten geworden, die jetzt endlich, endlich das sagen dürfen „was man doch wohl nochmal sagen darf“ und die bisher nicht an ihren inneren Widersprüchen zerbrochen ist, sondern permanent Erregung produziert und sich aus den Fehlern und Schwächen der neoliberal geprägten „Politik der Mitte“ Kraftfutter zusammenbraut und dadurch fett und fetter wird. Das ist erfolgreiches Empörungsunternehmertum, welches auf der Zeitgeistwelle des rechten „Vibe-Shifts“ surft. Die brauchen eigentlich nicht viel zu machen außer Björn Höcke mit seiner unangenehm riechenden NS-Inkontinenz in der hinteren Reihe zu verstecken, Friedrich Merz und Lars Klingbeil werden schon erfolglos genug sein, um ihnen immer mehr Tik-Tok-Frusties in die Arme zu treiben.

Seit 1945 hat keine politische Bewegung in Deutschland so vielen Faschist*innen erfolgreich das Gefühl der Selbstwirksamkeit vermitteln können wie die AfD.

Innen ist und bleibt sie ein ziemlich mieser Haufen. Uwe Junge, ihr ehemaliger Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz ist mit den folgenden Worten angeekelt ausgetreten: „Vernünftige und gebildete Menschen (werden) schon bei dem ersten Besuch einer Veranstaltung der AfD von der überreizten Stimmung, gepaart mit wilden Verschwörungstheorien und teilweise unflätigem Benehmen abgeschreckt werden, während sich der blökende Stammtischprolet wie zu Hause fühlt“.

Außen ist sie ekelhaft erfolgreich. Wenn Innenminister Dobrindt (CSU) sich über europäische Gesetze hinwegsetzt, um Asylbewerber gar nicht erst ins Land zu lassen freut sich der AfD-Wähler: „Siehste, unser Druck wirkt!“ Er fühlt sich wahrgenommen, beachtet, wirksam, im Aufschwung eben. Warum sollte er dann damit aufhören, AfD zu wählen?

1968 war das Jahr des „Vibe-Shifts“ nach links. In den USA, in Lateinamerika, in Europa sind die jungen Leute aufgewacht und haben der kulturellen Hegemonie ihrer verschnarchten Vätergeneration das Rückgrat gebrochen, nun schlägt das Pendel zurück. Selbst in Japan haben jüngst zornige junge Männer eine rechtspopulistische Partei gewählt und auch im wenig aggressiven Portugal sind nun Dreiviertelfaschisten wieder ins Parlament gezogen, von Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Serbien, Italien, Frankreich, den Niederlanden, den USA und nun auch England ganz zu schweigen, wie soll es bei uns so ganz anders sein? Herrenmenschen-Denken und aggressive Menschenverachtung haben gerade weltweit Konjunktur. In London hat ein Nazi 100.000 grölende Rassisten am Trafalgar-Square um sich versammelt, in den Niederlanden haben rechte Schläger nach einer Demo gegen Asylbewerber*innen gleich  noch das Parteibüro der liberalen Partei zertrümmert. Hass entfesselt Gewalt. Es erinnert an den Straßenterror der SA und der Mussolini-Faschisten in den 30er Jahren. Die Schulhofschläger-Typen reagieren sich ab, haben aber keine positive Perspektive für irgendetwas zu bieten. Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy beschreibt darum die Grundhaltung der Nigel Farrage-Anhänger mit: „Wir können nicht glücklich sein, aber zumindest können wir euch traurig machen.“

Was mich persönlich noch ganz besonders schmerzt: Zur Strategie der rechten Konterrevolutionäre gehört die Instrumentalisierung des Christentums für ihre Zwecke. „Eine Nation unter Gott“ wolle man wieder werden, so der nihilistische Oberzyniker aus dem Weißen Haus, der vollkommen abgedrehte US-Fernsehprediger*innen, Grusel-Christen und Jesus-Nazis wie Groupies um sich versammelt. Es heißt, Charlie Kirk soll Christ gewesen sein. Was ich über ihn gelesen habe, lässt mich daran glauben, dass es in den USA so etwas wie ein Cowboy-Christentum gibt, in dem rauchende Colts liturgische Geräte sind. Wenn Leute vom Schlage eines Peter Thiel oder Steve Bannon die Cheftheologen sind, dann würde wohl selbst der selige Ratzinger-Papst als zu „woke“ auf dem Index landen.

Das ist nicht mein Christentum!

Ich habe nicht jahrzehntelang ehren- und hauptamtlich in der Kirche gearbeitet weil mir die Kreuzzüge und die Hexenverbrennungen so gut gefallen haben. Mich haben die Erzählungen von einem liebevollen Jesus begeistert, der mit Schwertkämpfern nichts am Hut hatte. Evangelisch sein, das war für mich schon immer: „Brich mit dem Hungrigen dein Brot“, „Einer trage des anderen Last“ oder „Selig sind, die Frieden stiften“. Da passt es nicht, dass man Christ sein will und gleichzeitig die Entwicklungshilfeorganisation US-AID plattmacht und damit hunderttausenden von Menschen die Lebensader durchtrennt. In der Bibel steht nirgendwo: „Ich hasse mein Feinde“ oder: „Du musst kämpfen oder untergehen.“ Das sind Slogans von der Wiking-Jugend. Oder von Elon Musk. Zwischen Faschismus und Christentum muss man sich schon entscheiden, da gibt es keine Brücke und man kann nicht mit einem Hintern auf zwei Pferden reiten.

Falls da draußen irgendwer mich hört: Ich verbitte mir diese Beschmutzung meiner schönen Religion! Ich mag mir von Leuten, die nicht wissen wo sich der Eingang der Kirche in ihrem Heimatort befindet nichts mehr über „den Islam“ erzählen lassen und dass wir als Christen „unsere Werte verteidigen müssen“. „Es ist nicht die Zeit der Werte, sondern des Allerwertesten“ schreibt Heribert Prantl in der „Süddeutschen“ über Trumps Auftritte und Jürgen Habermas kommentiert sie mit der Bemerkung „man habe den Eindruck der klinischen Vorführung eines psychopathologischen Falles.“

Die Welt in den Klauen eines Verrückten? Hatten wir das nicht schon mal? Und braucht es erst ihre Niederlage nach einem III.Weltkrieg dass wir die Faschisten wieder klein kriegen?
Gott bewahre! Wir haben Ärger genug: Krieg, Klimakrise, Flucht, Steuerbarkeit der KI usw.usf. Großmäuliger Macho-Autoritarismus, der viel Wind macht aber kein einziges Problem löst, sondern uns von der dringend nötigen Lösung der Probleme weiter wegbringt  – das können wir uns nicht leisten. Meine Enkelinnen und Enkel haben etwas Besseres verdient.

Es hilft nichts: Wir müssen Widerstand leisten gegen die rechte Welle. Jeden Tag. Und auf allen Ebenen. In all den Jahren habe ich gelernt: Politik geht nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren: Wenn auf der einen Seite Druck aufgebaut wird, weicht die andere zurück. Wer mehr Druck aufbaut, setzt sich durch. In der Regel geht es hin und her und es ist oft lange nicht klar, wer am Ende das Sagen hat. Noch haben demokratisch Gesinnte bei uns die Oberhand, aber die andere Seite ist beängstigend schwer am Drücken. Ich fürchte, dass es noch eine Weile eher schlecht als gut werden wird und wir noch einige schreckliche Dinge vor uns haben. Ein Blick in die Geschichte liefert dafür mehr Anschauungsmaterial als unsereins sich anschauen mag. Aber es finden sich ja auch immer die Hoffnungsschimmer!

Bertolt Brecht hat sich mit diesen Zeilen durch die Nazizeit getröstet:

„Am Grunde der Moldau wandern die Steine,
drei Kaiser liegen begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag….“.

Ja, der Tag wird kommen! Und wenn die anderen jetzt noch so viele Horst-Wessel-Momente haben und fleißig am großen Karfreitag für die Menschheit arbeiten, am Ende bekommen wir unseren Nelson-Mandela-Moment, den uns allen ist ein großes Osterfest versprochen, das ist für mich „so sicher wie das Amen in der Kirche“.  Deo gratias.

31.8.25
„Es war ein wunderschöner Tag. Wir waren wie eine Familie“ hat ein Bewohner des Asylabschiebezentrums Eisenhüttenstadt nach dem Konzert von „Lebenslaute“ und dem anschliessenden Begegnungsfest geschrieben. Als die Flüchtlingshymne „Harbour“ gespielt wurde, standen die Leute aus Syrien auf und legten ihre Hände auf ihr Herz, im Chor ist da so manche Tränen geflosen. Hinterher haben wir noch miteinander getanzt und gesungen, es war ein wirklich wunderbarer Nachmittag, an den ich noch lange denken werde…..
Anfang August habe ich mit Gertrud zum zweiten Mal an der Jahresaktion von „Lebenlaute“ teilgenommen. Seit den 80er Jahren gibt es diese – wie ich finde: geniale – Verbindung von klassischer Musik und politischer Aktion. Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen Leute, um im Orchester mitzuspielen oder im Chor mitzusingen. Und immer wird gegen etwas protestiert, bzw. für etwas Gutes eingetreten. Das Motto in diesem Jahr lautete: „Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen“. Beim Nachmittag in Eisenhüttenstadt wurde nur eines von vier Konzerten gegeben. Zwei weitere fanden in Potsdam statt: Am Deserteursdenkmal (wo eine israelische Kriegsdienstverweigerin, sowie ein ukrainischer und ein russicher Deserteur eindrucksvoll gesprochen und sich die Hände gereicht haben). Abends gab es noch ein bewegendes Abschlußkonzert in der reformierten Kirche. Der Höhepunkt für mich war aber die Besetzung der Baustelle des neu entstehenden Zentrums der Bundespolizei in Potsdam am Tag davor. Ein durch Zauberhand geöffneter Bauzaun ermöglichte es 100 Muszierenden auf die Baustelle zu kommen, um dort Musik von u.a. Wolfgang Amadeus Mozart, Mikis Theodorakis, Dota Kehr und Bela Bartok zu spielen und oben drauf gab es noch einen krachenden Rap aus der Berliner Antifa-Szene: „Leave no one behind“. Die Polizei war erst böse und hat dann auch mal gestaunt. Was ich besonders toll fand: Der wunderbare „Adenauerbus“ vom wunderbaren „Zentrum für politische Schönheit“ (die haben das Sommerinterview mit Alice Weidel gecrasht – allein dafür gebührt ihnen ewig währender Ruhm & Ehre!!). Ich konnte mit einem sehr netten Bundespolizisten am Rande der Besetzungsaktion ein vernünftiges und respektvolles Gespräch führen. Der Mann ist im Auslandsdienst herumgekommen und hatte durchaus Verständnis für unser Anliegen, bloss mit dem Hausfriedensbruch konnte er sich nicht anfreunden. Nun, wir haben das Konzert erfolgreich zu Ende gebracht und uns dann brav unsere erkennungdienstliche Behandlung abgeholt und warten jetzt auf Post von der Staatsanwaltschaft…….
Sei’s drum. Ich finde die Idee von „Lebenslaute“ genial und wenn es die Aktion nicht schon gäbe, müsste man sie glatt erfinden: Klassische Musik aus dem Konzertsaal auf die Strasse holen und als politisches Mittel einsetzen. Das ist mal was anderes als rumplärren und aggressiv Polizist*innen stellvertetend für allen Mist auf dieser Welt zu beleidigen. Ich finde es intelligenter und nachhaltiger, aufgeregte Ordnungshüter mit „Lacrimosa“ zu sedieren und mal was anderes zu machen als schlechte Laune spazieren zu tragen. Gertrud spielt Bratsche im Orchester, ich mache als Roadie mit (bei Lebenslaute heisst das: „Aktionsunterstützung“). Das Ganze macht Spaß, man trifft wirklich originelle Leute, es gibt veganes Essen und manchmal ein bisschen zuviel Gruppendynamik und Basisdemokratie. Aber ich bin älter, weiser und geduldiger geworden. Und es stimmt ja, was Helmut Kohl gesagt hat: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“ und das war dieses Mal eine echt tolle Woche mit prima Aktionen. Hinterher sind wir an einen See bei Brandenburg an der Havel in ein Ossi-Strand-Biotop geflohen (neben uns wehte die DDR-Flagge!), sind Fahrrad und Tretboot gefahren und haben das Gehirn ausgehängt (Rummikub bei Sonnenuntergang mit Rotwein und Erdnüsschen), um uns wieder zu erholen. Bin gespannt, gegen was ich nächstes Jahr protestieren werde. Und ich hoffe, die Leute im Asylabschiebezentrum in Eisenhüttenstadt  kommen trotz allem irgendwie ungeschoren davon….

14.7.25
„Das Leben ist gar nicht so. Es ist in Wirklichkeit ganz anders“, soll Kurt Tucholsky mal gesagt haben.
Ein Super-Satz. Ich musste an ihn denken als ich vor vier Wochen in der Frankfurter Jugendkirche St.Peter ein Konzert des „Bridges Kammerorchesters“ (https://bridges-kammerorchester.de/) erlebt habe. Für Musik liebende Anhänger der „MultiKulti-Ideologie“ ist das, was da auf der Bühne geboten wird ein Fest wie Ostern, Weihnachten und die Polit-Verrentung von Alice Weidel zusammen. Hochprofessionelle Musikerinnen und Musiker aus Ägypten, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Israel, Mongolei, Syrien und Gott-weiß-woher-noch machen unter dem Dirigat eines charismatischen Mannes aus Malaysia unfassbar gute Musik. Sie spielen Bach, Gershwin, Rimsky-Korsakow, Derakhshani, Hamdi u.a.
Besonders das Werk „Koroush“ von Majid Derakhshani hat mich total umgeblasen. Es ist klassische persische Musik mit europäischen Einflüssen und bringt „das Tosen eines Flusses, Vogelgeschrei, den Ruf einer Menschenmenge oder Ausrufe von Begeisterung bzw. Protest“. Das steht im Programmheft und mir ist beim Zuhören ganz einfach die Kinnlade runter geklappt. Beim anschliessenden traditionellen bulgarischen Kreistanz „Bucimis“ hat sie sich fast völlig ausgeklinkt, denn was als Balkan-Folklore  im 15/16 Takt anfing, migrierte in die europäische Klassik, Flamenco, Latin und ich glaube, Jazz war auch noch dabei. Es war einfach irre! Ich denke, ich habe wirkliche einen breiten Musikgeschmack (Bach, Händel, Zappa, Winwood, Backroots Duo, „Ensemble Modern“), aber so was habe ich bisher noch nicht auf die Ohren bekommen.
Und es ist wahrscheinlich wieder mal ganz einfach das alte Gesetz, dass Diversität reich und glücklich machen kann. Wahrscheinlich kann sie einem auch ganz fürchterlich auf die Nerven gehen (z.B. in einer Kindertagesstätte oder einer Grundschule), aber es ist genau das Prinzip, das die Leute in der Forstwirtschaft derzeit schon fast verzweifelt versuchen anzuwenden, um den Wald klimafest zu machen. „Durchmischung“ ist für die Hipster-Nazis von der „Identitären Bewegung“ der GAU, für unsereinen ist es das, was unsere Großväterund Großmütter wohl gemeint haben wenn sie gesungen haben , das „hell aus dem dunklen Vergangenen die Zukunft hervor“ leuchtet.

Für Befürworter*innen des multikulturellen Zusammenlebens sind die – wahrscheinlich übertriebenen – Erzählungen von der blühenden Kultur am Hofe Friedrichs II. oder in Spanien vor der Inquisition immer wieder Trostbilder aus der Vergangenheit. Für mich war das „Bridges“-Konzert ein Trostbild für die Ohren. Ich darf in der Multi-Kulti-Metropole Frankfurt ein Stück vom Reichtum des Völkergemischs geniessen, während auf der Welt die Autokraten, Nazis und Kulturbanausen scheinbar unaufhaltsam auf dem Vormarsch sind. Sogar Gramscis Begriff von der „kulturellen Hegemonie“ hat der Ösi-Nazi Martin Sellner (schon wieder so ein Österreicher, der uns tierisch auf den Sack geht!) mit seinen pseudointellektuellen Burscherln zu kapern versucht. Das ist ätzend! Ein für alle mal: Nazis können nicht schlau, sie können höchstens so tun als ob und es ist jedesmal peinlich und jämmerlich, sich das angucken oder anhören zu müssen. In Italien gab es das zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon mal mit diesen Marinettis und D’Annunzios, allesamt maßlos überschätzte Maulaufreisser und aufgeblasene Krawallkasper. Außer heißer, stinkender Luft konnten sie nichts produzieren. Das Totenglöcklein des Patriarchats hat unwiderruflich zu läuten begonnen und was wir jetzt erleben müsssen sind seine letzten, verzweifelten und darum um so wilderen Zuckungen.

Ideologisch gesehen leben wir gerade in der Saison der Schulhofschläger. Aggression scheint allüberall zu triumphieren. Die Vernünftigen, Friedlichen, Gutmenschigen sind irritiert und verängstigt. Es wird beleidigt, provoziert, mit Kettensägen gefuchtelt. Man will uns ins Bockshorn jagen. Aber das wird nicht funktionieren. Denn das Leben ist gar nicht so. „Hoffnung lässt uns nicht zuschanden werden“ (Röm 5,5) Denn siehe: Das „Bridges Kammerorchester“ spielt auf, in Ungarn hat die CSD-Demo eine neue Platte aufgelegt und Viktor Orban ganz alt aussehen lassen, Trump wird beim Finale der Fussball Klub-WM ausgebuht, beim Kirchentag in Hannover hat sich das junge, demokratische protestantische Deutschland mal wieder in guter, frischer Form präsentiert und Bruce Springsteen hat im Frankfurter Waldstadion einen massenhaft besuchten Gottesdienst der fortschrittlichen Rockmusik zelebriert. Undsoweiterundsoweiter……. Ich bin mir sicher: Sie werden sich an uns die Zähne ausbeißen und wir werden diese Welt am Ende doch zu einem schönen Ort für alle machen, so wie schon dermaleinst St. Bloch so wunderbar gesagt hat:
„Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“

13.2.25
Mein Auftritt bei der Kundgebung am vorletzten Sonntag in Obernburg zieht Kreise. Claus Berninger vom „Colos-Saal“ in Aschaffenburg war so angetan von meinem Beitrag, dass er mich damit in das von mir bisher gemiedene Terrain der sogenannten „sozialen Medien“ gelockt hat. Obwohl er auch eine graue Socke ist, tummelt er sich erfolgreich auf Insta usw. herum. Mithilfe von Daniel Stenger (Danke, Danke, Danke!!!) haben wir ein kleines „reel“ (so heißt ein Video-Schnipsel) produziert und jetzt läuft mein „Karl-Heinz und das untergehende Patriarchat“ viral durch den Äther. Es melden sich ehemalige Konfirmanden bei mir („geil, Alter“) und sogar meine Organistin von den Bensheimer Friedhöfen. Das Teil würde jetzt schon über 350.000mal angeklickt, beim Gottesdienst in Langstadt am letzten Sonntag waren deutlich weniger Interessierte. Jetzt bin ich wohl auch so was wie ein „Influencer“. Komisches Gefühl. Ich habe 28 Jahre gebraucht, um vor 350.000 Menschen aufzutreten und jetzt haben mich binnen weniger Tage genauso viele im WörldWeitWebb gesehen. Was ist denn das für ein Tempo? Ich komme da nicht mit. Wenn das Clajo gewußt hätte…..

Mittlerweile gibt es das Video auch auf youtube:

3.2.25
Gestern bin ich bei einer Kundgebung der Vereinigung „(B)untermain“ in Obernburg (am Untermain) aufgetreten. Ungefähr 1.000 Menschen protestierten gegen den Rechtsruck in Deutschland. Es waren junge Leute, alte Leute, Familien, viele mit selbst gemalten Schildern gekommen und es herrschte eine fröhliche und kämpferische Stimmung. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, von meinem „Nachbarn Karlheinz“ zu erzählen, der unter „Morbus Knornkopp leidet, also Testosteron-Autismus“ leidet.

21.1.25

Der Tag wird kommen

Was macht Donald Trump als erstes, sobald er wieder ins Weiße Haus gekommen ist?
Er kündigt zum zweiten Mal die Mitgliedschaft seines Landes im „Pariser Klimaabkommen“ von 2015, demzufolge sich 197(!) Länder auf dieser Erde verpflichtet haben, alles Erforderliche zu unternehmen, damit die Erderwärmung nicht über 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ansteigt.

Im Jahr 2045 wird man sich wahrscheinlich fragen, warum nicht unmittelbar nach dieser Unterschrift verständnisvolle Männer gekommen sind um ihn in eine dieser besonderen Jacken zu stecken, mit sanften Worten abzuführen und an einen Ort gebracht haben, wo er sich individuell zwar wohlfühlen, aber weltweit keinen weiteren Unsinn mehr anrichten konnte.

Im Jahr 2025 brennt es nicht nur in Kalifornien lichterloh, die ganze Welt hat hohes Fieber und der mächtigste Mann der Welt schmeißt das Thermometer und die Medikamente gleich hinterher aus dem Fenster. Er spuckt der ganzen vernunftbegabten Welt ins Gesicht, nur um seinen hoch bezahlten Klassenauftrag zu erfüllen, den die Öl-und Gasindustrie ihm erteilt hat.

In unserer gegenwärtigen Welt gibt es zwei Sorten öffentlich bedeutsamer Personen:
Auf der einen Seite stehen 99% der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Klimaforschung, der UNO-Generalsekretär, der Papst, der Dalai Lama, Eckhardt von Hirschhausen und so ziemlich jede und jeder von uns, die täglich Zeitung lesen und ihre Tassen noch halbwegs im Schrank haben. Uns allen ist klar: „Klimaschutz ist kein Luxus, den man sich auch noch irgendwie leisten kann, wenn man sonst schon alles hat, was man gerne hätte, so wie ein gläsernes Einhorn für den Vorgarten (so stellen sich das wohl Markus Söder und „Hubsi“ Aiwanger vor) sondern es ist ein dringend not-wendendes Überlebensmittel.“

Auf der anderen Seite stehen außer dem oben genannten „stabilen Genie“ Alice Weidel, Herbert Kickl, Wladimir Putin, die Redaktion der „BLÖD“-Zeitung und Leute wie das „Ekel Alfred“. Sie versprechen uns, dass man ungehemmt fressen und saufen kann ohne davon dick und doof zu werden. Alle, die es gerne hören wollen glauben ihnen, dass alles schon nicht so schlimm kommen wird. Und wenn es dann doch schief geht, wird man von all diesen mittelmäßig begabten Sprüchbeuteln nichts mehr hören weil sie sich rechtzeitig auf und davon gemacht haben so wie das Ekel Adolf, das sich im April 1945 kurz vor der Endabrechnung ein Loch in den Kopf geschossen hat. Muss erst wieder sowas wie ein Weltkrieg verloren gehen, damit wir diese miese Truppe vom Hals bekommen?

Gott bewahre! Ich vertraue auf ihn. Er hat mir mein Leben und viele wunderschöne Tage  geschenkt. Zwei möchte ich noch gerne erleben: Den Tag, an dem Eintracht Frankfurt endlich wieder deutscher Meister wird und den Tag, an dem Donald Trump endgültig die Klappe hält, denn „es gibt nichts Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfs zuzuhören.“ (Helmut Qualtinger)